Erinnerung an Heinz-Josef Große
Vor 28 Jahren wurde Heinz-Josef Große aus Thalwenden auf der Flucht von
Deutschland nach Deutschland auf dem heutigen Gebiet des Grenzmuseums
erschossen. Ihn trennten nur wenige Meter von der erhofften Freiheit, als ihn
vor den Augen von Angehörigen der Zollstreife die tödlichen Schüsse der
Grenzposten trafen.
Am 29. März, dem Todestag, erinnerte der 1. Vorsitzende des Arbeitskreis
Grenzinformation e.V. am Kreuz der Gedenkstätte, die bereits ein Jahr später
vom damaligen Generalsekretär der CDU Heiner Geißler eingeweiht wurde,
an dieses Ereignis.
Ruske wies auf die wahrscheinlich über 1.000 Toten an der ehemaligen
innerdeutschen Grenze hin und bekräftigte den Wunsch der Aufrechterhaltung
der Erinnerung.
Dazu soll auch der Einsatz des neuen Info-Busses „Demokratie erFahren“ in
den Schulen beitragen, denn: „Bis hierher und nicht weiter“, diese Situation an
der Grenze ist für alle Schüler unbegreifbar, so Michael Dölle, wissenschaftlicher Mitarbeiter im „Schifflersgrund“.
Der Erste Kreisbeigeordnete und stellvertretende Landrat des Werra-Meißner-Kreises Henry Thiele lobte den Arbeitskreis für die Pflege der Gedenkstätte und wies darauf hin, dass es wichtig sei, an den 29. Januar 1982 jährlich und nicht alle fünf oder zehn Jahre zu erinnern.
Martin Henning, Schulamtsleiter in Heilbad Heiligenstadt, verglich die DDR
mit einem riesigen Freilandgefängnis und wies auf die Menschenverachtung hin, die sich hinter dem Begriff „Antifaschistischer Schutzwall“ verbarg. Er beklagte den heutigen Hang zur „Ostalgie“ unter den Jugendlichen in der ehemaligen DDR.
Die Redner legten zum Abschluss ein Blumengesteck am Mahnmal nieder.
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